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Hochsensibilitäts-Test: Bin ich hochsensibel?

Beantworte 12 Aussagen dazu, wie du Reize, Stimmungen und Eindrücke erlebst, und bekomm eine ruhige Einordnung samt Tipps. Der Selbsttest ist kostenlos, anonym und dauert etwa 3 Minuten.

Denk an dein Leben im Allgemeinen, nicht nur an die letzten Tage. Wie sehr trifft jede Aussage auf dich zu?

1. Laute Geräusche, grelles Licht oder starke Gerüche stressen mich schneller als andere.
2. Wenn viel gleichzeitig passiert, bin ich schnell überfordert.
3. Ich nehme die Stimmung anderer Menschen schnell wahr, oft bevor jemand etwas sagt.
4. Nach vielen Eindrücken brauche ich Zeit für mich, um wieder zur Ruhe zu kommen.
5. Musik, Kunst oder die Natur berühren mich besonders tief.
6. Mir fallen feine Details auf, die anderen entgehen, zum Beispiel kleine Veränderungen in einem Raum.
7. Kratzige Stoffe, Etiketten oder enge Kleidung stören mich stark.
8. Ich denke lange über Erlebnisse und Gespräche nach.
9. Unter Beobachtung oder Zeitdruck kann ich schlechter arbeiten als sonst.
10. Gewalttätige oder grausame Szenen in Filmen und Nachrichten gehen mir lange nach.
11. Hunger, Müdigkeit oder Koffein wirken bei mir schnell und deutlich.
12. Schon als Kind habe ich gemerkt, dass ich auf Eindrücke empfindlicher reagiere als viele andere.

0 von 12 beantwortet

Die Auswertung im Überblick

Der Test zählt deine Antworten zusammen (0 bis 3 Punkte je Aussage, höchstens 36 Punkte) und ordnet die Summe einer von 4 Stufen zu. Die Stufen sind eine grobe Orientierung und keine Diagnose.

  • Eher wenig ausgeprägt (0 bis 11 Punkte): Deine Antworten zeigen eine eher geringe Empfindlichkeit für Reize.
  • Teilweise ausgeprägt (12 bis 21 Punkte): Einiges passt zu einer erhöhten Empfindsamkeit, anderes weniger.
  • Deutlich ausgeprägt (22 bis 29 Punkte): Viele Antworten passen zu hoher Empfindsamkeit. Mit passenden Pausen kann sie gut zu dir passen.
  • Sehr stark ausgeprägt (30 bis 36 Punkte): Fast alles passt zu sehr hoher Empfindsamkeit. Schutz vor Überreizung ist hier besonders wichtig.

Dieser Test ist eine Orientierung und keine Diagnose. Nur eine Fachperson kann beurteilen, was bei dir los ist. Wenn es dir akut sehr schlecht geht, wende dich an die TelefonSeelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos, rund um die Uhr). Bei Suizidgedanken oder in Gefahr wähle die 112.

So funktioniert der Hochsensibilitäts-Test

  1. Lies die 12 Aussagen und wähle bei jeder, wie sehr sie auf dich zutrifft (nicht, ein wenig, überwiegend oder voll).
  2. Denk dabei an dein Leben im Allgemeinen und nicht nur an die letzten Tage. Hochsensibilität ist ein stabiles Merkmal.
  3. Nach dem Auswerten bekommst du eine Einordnung in 4 Stufen und Tipps, wie du mit Reizüberflutung umgehen kannst.

Was misst der Test?

Der Test fragt nach Merkmalen, die in der Forschung unter dem Begriff Sensory Processing Sensitivity beschrieben werden. Dazu gehören schnelle Überreizung, intensive Verarbeitung von Eindrücken, Feinfühligkeit für Stimmungen, Empfindlichkeit für Sinnesreize und das Bedürfnis nach Rückzug. Die Aussagen sind eigene Formulierungen von 8Breath. Der Test ist keine Kopie eines bekannten Fragebogens und nicht wissenschaftlich geprüft.

Was ist Hochsensibilität?

Hochsensibilität ist ein Temperamentsmerkmal. Menschen, die so beschrieben werden, verarbeiten Eindrücke besonders gründlich und werden dadurch schneller von Reizen überflutet. Das ist weder eine Krankheit noch eine Diagnose, und es gibt keinen festen Schwellenwert. Die Übergänge sind fließend.

Hochsensibel oder gerade überreizt?

Hochsensibilität begleitet dich dein Leben lang, auch in ruhigen Zeiten. Überreizung dagegen ist ein Zustand, der durch Stress, Schlafmangel oder zu viele Eindrücke entsteht und sich mit Erholung oft wieder legt. Wie überreizt du gerade bist, zeigt dir der Selbsttest im Artikel Überreiztes Nervensystem.

Was tun bei hohem Ergebnis?

  • Plane feste Reizpausen ein: 10 Minuten ohne Bildschirm und ohne Gespräch.
  • Gestalte deine Umgebung reizärmer, zum Beispiel mit Kopfhörern, gedimmtem Licht am Abend und weniger Nachrichten vor dem Schlafen.
  • Sag Menschen in deiner Nähe, was dir guttut. Viele verstehen es besser, wenn du es erklärst.
  • Hol dir Unterstützung, wenn Reizüberflutung, Ängste oder Erschöpfung dich im Alltag stark einschränken.

Beruhigungs- und Atemübungen bei Reizüberflutung

Mit einer langen Ausatmung beruhigst du dein Nervensystem. Probier den physiologischen Seufzer, die 4-6-Atmung oder die 5-4-3-2-1-Übung. Mehr dazu findest du in den Artikeln Hochsensibilität und Nervensystem beruhigen.

Wo du Hilfe bekommst

  • Hausarztpraxis: Sie ist eine gute erste Anlaufstelle, prüft körperliche Ursachen und kann dich weitervermitteln.
  • Psychotherapeutische Praxis: Einen Termin vermittelt die Terminservicestelle unter 116 117.
  • TelefonSeelsorge: Kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
  • Notfall: Bei akuter Verzweiflung, bei Suizidgedanken oder wenn du dich in Gefahr fühlst, wähle sofort die 112 oder geh in die nächste Notaufnahme.
Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wie erkenne ich, ob ich hochsensibel bin?

Typisch beschrieben werden schnelle Überreizung durch Lärm, Licht oder viele Eindrücke, ein starkes Gespür für Stimmungen, intensive Verarbeitung von Erlebnissen und ein hohes Rückzugsbedürfnis. Dieser Test kann dir eine erste Orientierung geben. Er ersetzt keine Einschätzung durch eine Fachperson.

Ist Hochsensibilität eine Krankheit oder Diagnose?

Nein. Hochsensibilität ist ein Temperamentsmerkmal und keine Krankheit. Es gibt dafür keine offizielle Diagnose. Der Test ist deshalb auch keine Diagnose, sondern eine Orientierung.

Wie aussagekräftig ist der Hochsensibilitäts-Test?

Er gibt dir einen ersten Eindruck, ob die Beschreibungen zu dir passen. Die Aussagen sind eigene Formulierungen von 8Breath, und der Test ist nicht wissenschaftlich geprüft. Ein hoher oder niedriger Wert sagt nichts darüber aus, ob mit dir etwas nicht stimmt.

Was ist der Unterschied zwischen hochsensibel und überreizt?

Hochsensibilität ist ein stabiles Muster, das dich in ruhigen und in stressigen Zeiten begleitet. Überreizung ist ein vorübergehender Zustand, der nach Erholung oft wieder abklingt. Beides kann zusammenkommen.

Kann es etwas anderes sein als Hochsensibilität?

Ja. Ähnliche Erlebnisse kommen auch bei Angst, bei ADHS, im Autismus-Spektrum oder bei chronischer Erschöpfung vor. Wenn du sehr darunter leidest oder unsicher bist, kann eine Fachperson das einordnen.

Was hilft mir, wenn mir alles zu viel wird?

Kurze Pausen an einem ruhigen Ort, weniger Reize, ausreichend Schlaf und eine lange Ausatmung helfen vielen. Einfache Übungen findest du im Artikel zum Nervensystem beruhigen. Sie ersetzen keine Behandlung, wenn dich Ängste oder Erschöpfung stark belasten.

Werden meine Angaben gespeichert?

Nein. Die Auswertung läuft in deinem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen.

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Hochsensibel-Test und Selbsttest kurz erklärt

Mit diesem kostenlosen Hochsensibel-Test findest du heraus, ob viele Beschreibungen von Hochsensibilität auf dich zutreffen, etwa schnelle Überreizung, intensive Eindrücke und ein starkes Gespür für Stimmungen. Die Auswertung bekommst du sofort und anonym im Browser.

Das Ergebnis ist eine Orientierung und keine Diagnose. Wie du mit Reizüberflutung umgehen kannst, steht im Artikel Hochsensibilität.