Gefühlsrad
Wenn du nicht genau weißt, was du fühlst, hilft das Gefühlsrad beim Benennen. Wähle ein Grundgefühl, such das passende Wort und gib an, wie stark es ist und wo du es spürst.
Wähle im Rad das Gefühl, das am besten passt.
Was genau fühlst du? (Wähle ein Wort oder mehrere)
Alle Gefühlswörter auf einen Blick
Freude
- Zufriedenheit
- Stolz
- Begeisterung
- Dankbarkeit
- Erleichterung
- Leichtigkeit
Verbundenheit
- Zuneigung
- Geborgenheit
- Vertrauen
- Mitgefühl
- Nähe
- Wertschätzung
Überraschung
- Staunen
- Neugier
- Verwirrung
- Schreck
- Sprachlosigkeit
- Faszination
Traurigkeit
- Enttäuschung
- Einsamkeit
- Schwermut
- Verlust
- Hilflosigkeit
- Scham
Angst
- Sorge
- Nervosität
- Unsicherheit
- Überforderung
- Panik
- Anspannung
Wut
- Ärger
- Gereiztheit
- Frustration
- Ungeduld
- Groll
- Eifersucht
So benutzt du das Gefühlsrad
- Spür kurz in dich hinein und wähle im Rad das Grundgefühl, das am ehesten passt.
- Such dir ein oder mehrere feinere Wörter aus, zum Beispiel „Überforderung“ statt nur „Angst“.
- Gib an, wie stark das Gefühl ist und wo du es im Körper spürst.
- Kopiere den fertigen Satz oder lies dir den Tipp zu einer passenden kurzen Übung durch.
Warum Gefühle benennen hilft
Wer ein Gefühl in Worte fasst, schafft einen kleinen Abstand zu ihm. Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren deuten darauf hin, dass das Benennen von Gefühlen die Aktivität in Hirnregionen verringern kann, die an starken emotionalen Reaktionen beteiligt sind (Lieberman et al., 2007). Mit etwas Übung fällt es leichter, zwischen „ich bin gereizt“ und „ich bin enttäuscht“ zu unterscheiden, und damit auch, was du gerade brauchst.
Die 6 Grundgefühle in diesem Rad
Das Rad arbeitet mit Freude, Verbundenheit, Überraschung, Traurigkeit, Angst und Wut. Zu jedem gehören 6 feinere Wörter, die du unter dem Rad als Liste findest. Das ist eine alltagstaugliche Auswahl. In der Forschung gibt es keine einheitliche Zahl von Grundgefühlen: Paul Ekman beschrieb 6, Robert Plutchik 8.
Gefühlsrad ausdrucken
Mit dem Knopf „Gefühlsrad ausdrucken“ druckst du das Rad mit allen Gefühlswörtern aus. Hänge es zum Beispiel an den Kühlschrank oder lege es auf den Schreibtisch, damit du es im Alltag zur Hand hast.
Quelle: Lieberman, M. D. et al. (2007): Putting feelings into words: Affect labeling disrupts amygdala activity in response to affective stimuli. Psychological Science, 18(5), 421-428.
Gut zu wissen
Was ist ein Gefühlsrad?
Ein Gefühlsrad ordnet Gefühle in einem Kreis an: innen die Grundgefühle, außen immer feinere Wörter. Es hilft, ein diffuses Gefühl genauer zu benennen.
Kann ich das Gefühlsrad ausdrucken?
Ja. Über den Knopf „Gefühlsrad ausdrucken“ bekommst du eine Druckansicht mit dem Rad und allen Gefühlswörtern.
Wie viele Grundgefühle gibt es?
Dafür gibt es keine einheitliche Zahl. Paul Ekman beschrieb 6 Basisemotionen, Robert Plutchik 8. Dieses Rad nutzt 6 alltagsnahe Grundgefühle.
Was bringt es, Gefühle zu benennen?
Wer ein Gefühl benennt, versteht oft besser, was dahintersteckt, und kann gezielter reagieren. Studien deuten darauf hin, dass das Benennen die Intensität eines Gefühls senken kann.
Ersetzt das Gefühlsrad eine Therapie?
Nein. Es ist eine Alltagshilfe zum Sortieren. Wenn dich Gefühle über längere Zeit stark belasten, such dir ärztliche oder therapeutische Unterstützung.
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Gefühlsrad und Gefühle benennen kurz erklärt
Ein Gefühlsrad ist eine Übersicht, die Gefühle vom Grundgefühl bis zum feinen Wort ordnet. Es hilft beim Gefühle benennen, wenn dir ein „Mir geht es nicht gut“ zu ungenau ist. Hier wählst du ein Grundgefühl, ein passendes Wort, die Stärke und die Körperstelle und bekommst einen Satz zum Kopieren.
Das Gefühlsrad lässt sich auch ausdrucken. Es ersetzt keine Therapie, ist aber ein einfacher Einstieg, um Gefühle im Alltag bewusster wahrzunehmen.