Empathie-Test: Wie einfühlsam bist du?
Beantworte 12 Aussagen und bekomm ein Profil aus kognitiver und emotionaler Empathie, samt Tipps zur Abgrenzung. Kostenlos, anonym, etwa 3 Minuten.
Denk an dein Leben im Allgemeinen. Wie sehr trifft jede Aussage auf dich zu?
Kognitive Empathie: Eher zurückhaltend
Es fällt dir eher schwer, die Gedanken und Absichten anderer zu erschließen. Das ist keine Schwäche. Manche Menschen fragen lieber direkt nach, statt zu vermuten.
Was dir helfen kann
Frag nach, statt zu raten: „Wie meinst du das?“ oder „Was brauchst du gerade?“. Das spart viele Missverständnisse.
Kognitive Empathie: Mittel
Du kannst dich meist gut in andere hineindenken. In stressigen oder unübersichtlichen Situationen gelingt es dir vielleicht weniger.
Was dir helfen kann
Nimm dir in Gesprächen einen Moment, um die Perspektive des anderen zu überlegen, bevor du antwortest.
Kognitive Empathie: Eher stark
Du erkennst gut, was in anderen vorgeht, und kannst dich gedanklich gut in sie hineinversetzen. Das hilft bei Zusammenarbeit, Konflikten und Beratung.
Was dir helfen kann
Nutze diese Fähigkeit bewusst, aber verwechsle Verstehen nicht mit Einverstandensein. Du darfst eine Grenze setzen, auch wenn du alles nachvollziehen kannst.
Emotionale Empathie: Eher zurückhaltend
Gefühle anderer übertragen sich bei dir eher wenig. Das kann dir helfen, ruhig zu bleiben, wenn andere aufgewühlt sind. Manche erleben es auch als Distanz.
Was dir helfen kann
Zeige Anteilnahme ruhig auch in Worten, selbst wenn du nicht mitleidest: „Das klingt schwer, ich bin für dich da.“
Emotionale Empathie: Mittel
Du fühlst mit anderen mit, ohne dass es dich meist überwältigt. Das ist eine gute Mischung aus Nähe und Abstand.
Was dir helfen kann
Achte darauf, was dich nach Gesprächen auflädt oder auslaugt, und plane danach bei Bedarf eine kurze Pause.
Emotionale Empathie: Eher stark
Du fühlst stark mit, und die Gefühle anderer gehen dir nah. Das ist eine Stärke in Beziehungen, kann aber auch belasten, vor allem in Zeiten mit viel Stress oder bei sehr belastenden Themen.
Was dir helfen kann
Übe Abgrenzung: Atme länger aus als ein und denk: „Das ist ihr Gefühl, ich kann dabei sein, ohne es zu übernehmen.“ Mehr dazu: Hochsensibilität und das Nervensystem beruhigen.
Wenn Mitfühlen belastet
Hohe Empathie ist eine Stärke, kann aber auch ermüden. Wer die Gefühle anderer stark mitspürt, trägt schnell mehr, als ihm guttut. Das kann sich zum Beispiel als Erschöpfung, Gereiztheit oder Rückzug zeigen.
Abgrenzung heißt nicht, kalt zu werden. Sie heißt, mitzufühlen und trotzdem bei dir zu bleiben.
- Plane nach belastenden Gesprächen kurze Zeit für dich ein, am besten draußen oder mit einer Atemübung.
- Frag dich: Was kann ich tun, und was liegt nicht in meiner Hand?
- Wenn dich dauerhaft viel mitnimmt, kann der Burnout-Test oder der Hochsensibilitäts-Test eine Orientierung geben.
Wann Hilfe sinnvoll ist
Wenn dich etwas über längere Zeit belastet, sprich mit deiner Hausarztpraxis oder such dir psychotherapeutische Unterstützung. Einen Termin bekommst du über die Terminservicestelle unter 116 117.
Dieses Ergebnis ist eine Orientierung und keine Diagnose. Deine Antworten wurden nur in deinem Browser ausgewertet und nicht gespeichert oder gesendet.
Die Auswertung im Überblick
Der Test zählt deine Antworten getrennt für 2 Bereiche (0 bis 3 Punkte je Aussage). Du bekommst ein Profil statt nur einer Gesamtzahl. Die Stufen je Bereich sind eine grobe Orientierung und keine Diagnose.
- Kognitive Empathie (höchstens 18 Punkte): 0 bis 6 Punkte Eher zurückhaltend, 7 bis 12 Punkte Mittel, 13 bis 18 Punkte Eher stark
- Emotionale Empathie (höchstens 18 Punkte): 0 bis 6 Punkte Eher zurückhaltend, 7 bis 12 Punkte Mittel, 13 bis 18 Punkte Eher stark
Dieser Test ist eine Orientierung und keine Diagnose. Nur eine Fachperson kann beurteilen, was bei dir los ist. Wenn es dir akut sehr schlecht geht, wende dich an die TelefonSeelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos, rund um die Uhr). Bei Suizidgedanken oder in Gefahr wähle die 112.
So funktioniert der Test
- Lies die 12 Aussagen und wähle bei jeder, wie sehr sie auf dich zutrifft (trifft nicht, ein wenig, überwiegend oder voll zu).
- Drück auf „Auswerten“. Der Test zählt deine Antworten für 2 Bereiche getrennt zusammen: Kognitive und emotionale Empathie.
- Du bekommst ein Profil mit Einordnung, Tipps und einem Abschnitt dazu, was hilft, wenn Mitfühlen belastet.
Kognitive und emotionale Empathie
- Kognitive Empathie heißt, zu verstehen, was in einem anderen Menschen vorgeht: Gedanken, Absichten, Sichtweisen.
- Emotionale Empathie heißt, mitzufühlen: Die Gefühle des anderen berühren dich und übertragen sich teilweise auf dich.
Beides gehört zusammen, kann aber unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Menschen verstehen andere gut, ohne selbst stark mitzufühlen. Andere fühlen sehr stark mit und sind dann schnell erschöpft. Die Aussagen sind eigene Formulierungen von 8Breath. Der Test ist keine Kopie eines bekannten Fragebogens und nicht wissenschaftlich geprüft.
Wenn Mitfühlen belastet
Hohe Empathie ist eine Stärke, kann aber auch zur Last werden. Wer die Gefühle anderer stark mitspürt, trägt schnell mehr, als ihm guttut. Das kann sich als Erschöpfung, Gereiztheit oder Rückzug zeigen. Abgrenzung heißt nicht, kalt zu werden: Du kannst mitfühlen und trotzdem bei dir bleiben. Hilfreich ist, nach belastenden Gesprächen kurz Abstand zu nehmen, länger auszuatmen und dich zu fragen, was in deiner Hand liegt.
Passend dazu: Der Hochsensibilitäts-Test, der Burnout-Test und die Artikel Hochsensibilität und das Nervensystem beruhigen.
Wo du Hilfe bekommst
- Hausarztpraxis: Sie ist eine gute erste Anlaufstelle, prüft körperliche Ursachen und kann dich weitervermitteln.
- Psychotherapeutische Praxis: Einen Termin vermittelt die Terminservicestelle unter 116 117.
- TelefonSeelsorge: Kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
- Notfall: Bei akuter Verzweiflung, bei Suizidgedanken oder wenn du dich in Gefahr fühlst, wähle sofort die 112 oder geh in die nächste Notaufnahme.
Gut zu wissen
Was ist Empathie?
Empathie ist die Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle anderer zu verstehen und mitzufühlen. Man unterscheidet oft kognitive Empathie (verstehen) und emotionale Empathie (mitfühlen).
Ist der Empathie-Test eine Diagnose?
Nein. Er kann keine Diagnose stellen. Er gibt dir eine Orientierung, wie du dich selbst im Umgang mit den Gefühlen anderer erlebst. Eine Einschätzung durch eine Fachperson ersetzt er nicht.
Kann man zu viel Empathie haben?
Nach dem, was Fachleute beschreiben, kann starkes Mitfühlen belasten, vor allem wenn du dich nicht abgrenzt oder viel Leid miterlebst. Dann hilft es, Grenzen zu setzen und für Ausgleich zu sorgen.
Wie grenze ich mich ab, ohne kalt zu werden?
Erinnere dich: Das ist das Gefühl der anderen Person. Du kannst da sein und zuhören, ohne es zu übernehmen. Plane nach belastenden Gesprächen kurze Pausen ein und atme länger aus als ein.
Fehlt mir etwas, wenn mein Wert niedrig ist?
Nein. Ein niedriger Wert heißt nicht, dass dir etwas fehlt. Manche Menschen zeigen Anteilnahme lieber durch Handeln als durch Mitfühlen. Wenn du in Beziehungen Schwierigkeiten erlebst, kann eine Fachperson helfen.
Wie aussagekräftig ist der Test?
Er ist eine grobe Orientierung. Die Aussagen sind eigene Formulierungen von 8Breath, und der Test ist nicht wissenschaftlich geprüft. Die Grenzen zwischen den Stufen sind Schätzwerte. Der Test ersetzt kein Gespräch mit einer Fachperson.
Werden meine Angaben gespeichert?
Nein. Die Auswertung läuft in deinem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen.
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