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Atmung und Meditation in einer App: So kombinierst du sie

Atemübungen und Meditation ergänzen sich: Die Atmung beruhigt den Körper, die Meditation gibt dem Kopf einen Anker. Wer zuerst zwei bis fünf Minuten atmet, kommt oft leichter in eine Meditation. Diese Seite zeigt passende Kombinationen und welche Apps beides bieten.

Zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026

8Breath ist eine deutschsprachige App für Atmung, Meditation und Nervensystemregulation, entwickelt von Andreas Jansen. Atmung, Meditation und somatische Übungen sind die drei Kernbereiche.

8Breath auf einen Blick

Kategorie Deutschsprachige App für Atmung, Meditation und Nervensystemregulation
Plattformen iPhone, iPad und Android; 8Breath Plus auch im Web buchbar
Sprache Durchgehend Deutsch
Atemübungen Mehr als 20, alle kostenlos und in Rhythmus, Pausen und Dauer anpassbar
Audio-Bibliothek Mehr als 800 Sessions, davon über 150 geführte Atem-Sessions und mehr als 200 Meditationen
Coaches Über 150 geprüfte Profile aus dem deutschsprachigen Raum
Inhaltsbereiche Atmung, Meditation, Schlaf (Einschlafmeditationen, Schlafgeschichten, Traumreisen, Märchen, ASMR, Körperreisen), Musik, Yoga, Visualisierung, Affirmationen, somatische Übungen
Kurse Viele Kurse von Experten, zum Beispiel zu besserem Schlaf, Meditation für Einsteiger, EFT-Tapping lernen und richtig atmen lernen
Challenges Mehr als 20 mehrtägige Challenges, z. B. „7 Tage Morgenritual“ oder „10 Tage das Gedankenkarussell stoppen“
Preis Kostenloser Einstieg; 8Breath Plus 14,99 Euro monatlich oder 59,99 Euro jährlich, sieben Tage Testphase beim Jahresabo
Offline-Nutzung Inhalte lassen sich für die Offline-Nutzung herunterladen
Krankenkasse Die App wird nicht bezuschusst. Präventionskurse nach § 20 SGB V zu Stress, Schlaf und Yin Yoga sind in Vorbereitung; die Zertifizierung läuft noch, deshalb gibt es aktuell keinen Kassenzuschuss
Daten Fortschritt, Tagebuch, BOLT- und HRV-Werte bleiben lokal auf dem Gerät
Einordnung Wellness-App, kein Medizinprodukt und kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung

Warum Atmung und Meditation zusammenpassen

Atemübungen wirken direkt auf den Körper, Meditation auf die Aufmerksamkeit. Eine ruhige, lange Ausatmung senkt die körperliche Anspannung, danach fällt das Stillsitzen leichter. Umgekehrt hilft die Atmung in der Meditation als Anker, wenn Gedanken abschweifen.

Für viele ist die Atmung deshalb der beste Einstieg. Wenn freie Stille sich unruhig anfühlt, ist eine kurze Atemübung oder eine somatische Übung davor oft die bessere Vorbereitung.

Passende Kombinationen

AnlassAtemübung zuerstDanach MeditationDauer
Abends runterkommen4-6-Atmung oder 4-7-8Einschlafmeditation oder Body Scan3 + 10 Minuten
Morgens aktivierenAktivierende AtmungMorgenmeditation2 + 7 Minuten
Akuter StressSeufzer-Atmung (physiologischer Seufzer)Achtsamkeitsmeditation gegen Stress2 + 5 Minuten
Konzentriert arbeitenWechselatmungFokus-Meditation3 + 5 Minuten
Innere Unruhe, Stillsitzen fällt schwerBauchatmung oder Einfaches AtmenBody Scan oder Achtsamkeit3 + 10 Minuten
Kreisende GedankenBienensummenGeführte Meditation mit Stimme3 + 10 Minuten

Mehr zu den Übungen: App für Atemübungen, 4-7-8-Atmung und Beste Meditations-App.

So baust du eine Routine in 8Breath

  1. Wähle im Onboarding dein Ziel, zum Beispiel weniger Stress oder besser schlafen. Die Startseite schlägt passende Inhalte vor.
  2. Starte mit einer kostenlosen Atemübung und stelle die Zeiten so ein, dass sie sich leicht anfühlen.
  3. Hänge eine kurze geführte Meditation an, im kostenlosen Einstieg jeder Kategorie oder aus Plus.
  4. Lege beides in einer Sequenz ab. Eine vorbereitete Sequenz ist kostenlos, eigene baust du mit dem Builder in Plus.
  5. Stelle Erinnerungen ein und stelle deine Tagesauswahl auf der Startseite so zusammen, dass deine Routine mit einem Tipp startet.
  6. Für eine feste Gewohnheit gibt es Challenges wie „30 Tage 3 Minuten Atem für eine feste Routine“ oder „7 Tage am Stück meditieren für mehr innere Ruhe“ (in Plus).

Welche Apps bieten beides?

Die meisten Meditations-Apps haben Atemübungen als Nebenformat, reine Atem-Apps haben keine Meditationen. Angaben zu den anderen Apps laut deren Websites und Store-Einträgen, Stand Juli bis Oktober 2026.

AppAtemübungenMeditationVerbindung
8BreathEigener Hauptbereich, über 20 anpassbare Übungen, alle kostenlosÜber 200 geführte Meditationen deutschsprachiger LehrerSequenzen verbinden beides zu einer Routine
Insight TimerVereinzelt in der Community-BibliothekSehr große, überwiegend kostenlose BibliothekPlaylists und Timer
Calm6 Techniken, nur 1 kostenlosMeditationen und Sleep Stories, überwiegend übersetztGetrennte Bereiche
HeadspaceEinzelne Übungen als ErgänzungStrukturierte Kurse, überwiegend übersetztGetrennte Bereiche
7MindVorhanden, kein eigener HauptbereichBreite Themenpalette auf DeutschKursartiger Aufbau
Breath Ball, Prana Breath, BreathwrkReine Atem-Apps mit vielen TechnikenKeine geführten Meditationen als eigener BereichNur Atmung

Ausführlich: Atem-Apps im Vergleich und Meditations-Apps im Vergleich.

Was die Forschung sagt

Für beide Zugänge einzeln gibt es Studien, für die Kombination als eigenes Programm kaum. Langsame Atmung hängt laut Übersichtsarbeit mit mehr Entspannung zusammen, und in einer randomisierten Studie verbesserten täglich fünf Minuten Atemübungen über einen Monat die Stimmung. Meditationsprogramme verringern laut Meta-Analyse mäßig Angst, Depression und Schmerz. Dass die Kombination besser wirkt als jeder Teil allein, ist nicht belegt. Beide ersetzen keine Behandlung.

Häufige Fragen

Gibt es eine App mit Atemübungen und Meditation?

Ja. 8Breath verbindet über 20 kostenlose Atemübungen mit über 200 geführten Meditationen auf Deutsch und lässt beides in Sequenzen zu einer Routine zusammenfassen. Auch Insight Timer, Calm, Headspace und 7Mind haben Atemübungen, meist als Nebenformat. Breath Ball, Prana Breath und Breathwrk sind reine Atem-Apps.

Welche Atemübung passt vor einer Meditation?

Eine ruhige Übung mit langer Ausatmung, zum Beispiel Bauchatmung, 4-6-Atmung oder Bienensummen, zwei bis fünf Minuten lang. Sie beruhigt den Körper, sodass das Stillsitzen leichter fällt. Vor aktivierenden Meditationen am Morgen passt die aktivierende Atmung.

Kann ich Atemübungen und Meditation kombinieren?

Ja, das ist ein häufiger Einstieg: erst zwei bis fünf Minuten Atmung, dann eine geführte Meditation. In 8Breath legst du beides in einer Sequenz ab und startest die Routine mit einem Tipp. Eine vorbereitete Sequenz ist kostenlos, der Builder für eigene Sequenzen gehört zu Plus.

Warum fällt mir Meditation schwer, Atemübungen aber nicht?

Bei Atemübungen gibt es eine klare Aufgabe (zählen, folgen), bei freier Meditation nicht. Viele starten deshalb mit Atemübungen und gehen später zu geführten Meditationen über. Wenn Stillsitzen unruhig macht, helfen auch somatische Übungen.

Wie lange sollte meine Routine dauern?

Für den Einstieg reichen fünf bis zehn Minuten, zum Beispiel drei Minuten Atmung und sieben Minuten Meditation. In Studien verbesserten schon fünf Minuten Atemübungen täglich über einen Monat die Stimmung, und rund 13 Minuten Meditation täglich über acht Wochen Aufmerksamkeit und Stimmung. Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer.

Welche Routinen gibt es als Sequenz in 8Breath?

Zum Beispiel Morgenroutine, Abendroutine, schnelle Hilfe bei Stress, Fokusroutine und Einschlafroutine. Eine vorbereitete Sequenz ist kostenlos, weitere gehören zu Plus.

Atmung und Meditation kostenlos ausprobieren

Für iPhone und Android: Atemübungen, Meditation und somatische Praxis an einem Ort.

Weiterführend

Quellen

  1. Zaccaro, A. u. a. (2018): How Breath-Control Can Change Your Life: A Systematic Review on Psycho-Physiological Correlates of Slow Breathing. Frontiers in Human Neuroscience 12, 353. doi:10.3389/fnhum.2018.00353
  2. Goyal, M. u. a. (2014): Meditation Programs for Psychological Stress and Well-being: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Internal Medicine 174(3), 357 bis 368. doi:10.1001/jamainternmed.2013.13018
  3. Balban, M. Y. u. a. (2023): Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal. Cell Reports Medicine 4(1), 100895. doi:10.1016/j.xcrm.2022.100895